Die Leitung des Danziger Flughafens sieht die Entwicklungsaussichten des Luftverkehrsmarktes optimistisch und gelassen.
Der Geschäftsführer des Flughafens, Tomasz Kloskowski, behauptet, die Corona-Epidemie habe den Luftverkehrsmarkt um drei und nicht um zehn oder mehr Jahre zurückversetzt, wie manche sagen.
„Ich schätze, dass der Passagierverkehr, der im Rekordjahr 2019 am Danziger Flughafen 5 Millionen Menschen überschritten hat, 2023 wieder erreicht wird. Wir werden drei Jahre lang die Verluste aufholen, vorausgesetzt, dass nichts Vergleichbares zu der durch das Coronavirus verursachten wirtschaftlichen Abkühlung passieren wird, die in diesem Frühjahr begann und noch andauert“ – so der Chef des Lech Wałęsa Flughafens Danzig.
Tomasz Kloskowski war Gast des Programms „Menschen und Geld“ im Radio Danzig, das dem Tourismus und dem Personenverkehr gewidmet war. Er wurde nach den Perspektiven für die Luftfahrt gefragt, u.a. im Hinblick auf die Ankündigung von Ryanair vor einigen Tagen, dass sie 20 Prozent ihrer Verbindungen streichen will.
„Die Low-Cost-Flieger haben bisher 50 % und traditionelle Fluggesellschaften ca. 20-25 % der Flüge von vor der Pandemie gestartet. Die Fluglinien beobachten, wie sich Reisende verhalten. Wir haben sehr gute Reaktionen von Passagieren, die nach Skandinavien, Großbritannien, in die Niederlande und nach Deutschland fliegen. Dies sind hauptsächlich Personen, die zur Arbeit ins Ausland reisen. Der touristische Flugverkehr kehrt sehr langsam zurück. Wenn es um den internationalen Tourismus geht, ist dieses Jahr verloren. Frühestens im nächsten Jahr können wir mit einer Wiederbelebung rechnen“, sagte Tomasz Kloskowski.
Der Manager des Danziger Flughafens ist überzeugt, dass die Geschäftsreisen zurückkehren werden. „Die Meetings und Konferenzen können nicht nur mit Fernkommunikationsmitteln abgehalten werden, direkte zwischenmenschliche Kontakte sind immer noch unentbehrlich“ - fügte er hinzu.