Lech-Wałęsa-Flughafen Gdańsk

Navigationslicht

Modernes Flugplatzbefeuerungssystem

Die Flugplatzbefeuerung basiert überwiegend auf LED-Leuchten.

Im Hauptanflug auf Bahn 29 wurden 194 Leuchten im System ALPA-ATA CAT II/III installiert, ergänzt durch ein Blitzfeuersystem der Anflugmittellinie (SFL) mit 30 Leuchten. Die Länge beträgt 900 m. Im Anflug auf Bahn 11 befinden sich 24 Leuchten im System SALS. In beiden Richtungen werden die Flugzeuge durch Präzisions-Gleitwegindikatoren (PAPI) geführt.

Der Beginn und das Ende der Start- und Landebahn werden entsprechend durch grüne Schwellenfeuer mit Flügelbalken sowie rote Bahnendfeuer gekennzeichnet. Die Mittellinie der Bahn wird durch 186 weiße und rote Leuchten markiert. Die Aufsetzzone besteht aus 180 weißen Leuchten, während die Bahnränder durch 92 erhöhte und eingelassene weiße und gelbe Leuchten gebildet werden.

Nach der Landung wird der Pilot durch gelbe Schnellabrollbahn-Leuchten (RETIL) sowie gelbe und grüne Mittellinienleuchten der Rollwege geführt. An den Rändern der Rollwege sind blaue erhöhte Randfeuer installiert. Der Einflug in die Start- und Landebahn wird durch rote Haltelinienfeuer (Stop Bar) sowie abwechselnd blinkende gelbe Schutzleuchten der Bahn, sogenannte „Wig-Wags“, gesichert.

Eine wesentliche Ergänzung zur horizontalen Markierung ist die vertikale Beschilderung. Auf dem Rollfeld wurden beleuchtete Schilder installiert, die in Gebotszeichen (roter Hintergrund mit weißer Beschriftung), u. a. zur Kennzeichnung von Haltepositionen vor der Bahn, sowie Informationszeichen (gelber oder schwarzer Hintergrund) unterteilt sind, die die Orientierung und Navigation auf den Rollwegen erleichtern.

Abhängig von Wetterbedingungen und Sichtverhältnissen wählen Fluglotsen eine von fünf voreingestellten Lichtstärken: 1, 3, 10, 30 oder 100 %. Die Regelung erfolgt über Konstantstromregler (CCR), die Reihenschaltungen versorgen.

Die Funktionsfähigkeit des Beleuchtungssystems wird durch das ALCMS (System zur Steuerung und Überwachung der Flugplatzbefeuerung) überwacht, das dank des ILCMS (System zur individuellen Leuchtenüberwachung) Ausfälle einzelner Leuchten erkennt und signalisiert.

Die Versorgungssicherheit wird durch zwei unabhängige Kabeltrassen sowie zwei Transformatoren im redundanten Bereitschaftsbetrieb gewährleistet. Im Falle eines Stromausfalls sichert eine USV den unterbrechungsfreien Betrieb der Befeuerung bis zum Start des Notstromaggregats, dessen vollständige Lastübernahme über eine automatische Umschalteinrichtung (ATS) in weniger als 15 Sekunden erfolgt.

Die Flugplatzbefeuerung wird aus zwei Umspannstationen gespeist.

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