Die Geschäftsführung des Lech-Wałęsa-Flughafens Danzig fasste eine Entscheidung über das Vergabeverfahren einer neuen Ausschreibung für den Ausbau des Flughafenterminals T2. Früher wurde die erste Ausschreibung für ungültig erklärt, da alle Angebote zu teuer waren.
Die Entscheidung in Bezug auf die neue Ausschreibung fiel nach einem fast monatelangen technischen Dialog, an dem vier potentielle Investitionsausführer teilnahmen. ,,In dem unserseits geführten Dialog mit Firmen beruhte oberste Priorität darauf, Ersparnisse zu erwirtschaften, die sich nicht auf die Qualität der Baut auswirken. Ich bin davon überzeugt, dass es uns gelungen ist, das verfolgte Ziel zu erreichen,‘‘-sagte Tomasz Kloskowski, Vorsitzender der Geschäftsführung des Lech-Wałęsa-Flughafens Danzig. Erinnern wir uns daran, dass das günstigste Angebot, das uns in dem Ausschreibungsverfahren Mitte Mai eingereicht wurde, um ca. 30 % den Betrag überstieg, der für die Investition bestimmt wurde. ,,Während den Gesprächen mit den Bietern erklärten wir insbesondere konkrete Aspekte und Annahmen in Bezug auf die Bestellung. Es erwies sich zum Beispiel, dass Fragen bezüglich Systeme des neuen Terminalteils irrtümlich ausgelegt wurden. Alle Bieter berechneten die Ausführung von Systemen für den gesamten Terminal. Wir jedoch meinten nur die Ausstattung des angebauten Teils und entsprechende Anpassung an die bereits vorhandene Infrastruktur.
Zusätzlich ist die Inanspruchnahme von Angeboten ausschließlich bisheriger Lieferanten von Systemen nicht notwendig“- soll Kloskowski hinzufügen. Der Flughafen Danzig beschloss die Durchführung der Investition bis auf 26 Monate zu verlängern. ,,Damals nahmen wir 24 Monate für die Baut mit zusätzlicher Punktevergabe für deren Kürzung bis zu sogar 18 Monaten an. Wir haben relativ viel Zeit für die Umsetzung des Projektes, und dementsprechend konnten wir die Bauzeit bis zu 26 Monaten verlängern. Dank diesem Schritt müssen zukünftige Auftragnehmer keine Vertragstrafen für den Terminverzug in ihren Angebotssätzen berücksichtigen.‘‘- berichtete der Geschäftsführer des Danziger Flughafens.
Zur ersten Ausschreibung für die Baut einer Landebrücke, meldeten sich in Mai 2019 vier Bauunternehmen: NDI, Doraco, Hochtief und Budimex. Der Flughafen plante für den Ausbau des Flugterminals einen Betrag von 177 Mio. PLN netto zu bestimmen. Das günstigste Angebot jedoch, das von NDI eigereicht wurde belief sich auf die Höhe von 239 Mio. PLN. Der Rest war teurer: die Fa. Hochtief schätzte ihre Leistungen auf 279 Mio. PLN, Doraco auf 305 Mio. PLN und Budimex auf 311 Mio. PLN. Sämtliche eingereichten Angebote unterschieden sich ebenfalls in Bezug auf die Ausführungszeit: von 18 bis zu 22 Monaten. Daher fasste die Geschäftsführung des Flughafens Danzig den Beschluss über die Nichtigkeitserklärung der Ausschreibung und veröffentlichte nun ein neues Vergabeverfahren.
Dank dem Ausbau des Flugterminals um eine weitere Landebrücke, gewinnt der Flughafen in Danzig weiter 16 tausend Quadratmeter Nutzfläche. Das Zentrum der zentralen Sicherheitskontrolle und Passkontrolle wird vergrößert und die Halle der Gepäckabnahme ausgebaut. Zusätzlich erweitert sich die Zone Non-Schenken und es werden 2 Busausgänge gebaut. Geplant wird ebenfalls der Ausbau des Netzes von internen Zufahrtsstraßen zum Flughafen.